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Rote Husaren lassen ihre erfolgreichen Aktiven hochleben

Dankeschön-Party für die Vereinsfamilie

Mit einem ebenso herzlichen wie stimmungsvollen Dankeschön-Empfang hat das Tanzkorps Rote Husaren Neuenkirchen am vergangenen Freitagabend im internen Rahmen seine Aktiven gefeiert – und dabei einmal mehr gezeigt, was den Verein so besonders macht: Zusammenhalt, Leidenschaft und ein unvergleichliches Wir-Gefühl.

Vorsitzende Susanne Fischer begrüßte Eltern, Freunde und Fans und fand dabei sofort den richtigen Ton. In ihrer Ansprache hob sie den außergewöhnlichen Zusammenhalt der Husaren-Familie hervor, der an 365 Tagen im Jahr gelebt wird und die Grundlage für all das bildet, was den Verein auszeichnet: sportliche Erfolge, unvergessliche Momente und echte Freundschaften. „Ohne dieses Mitei nander wären all diese Leistungen nicht möglich“, betonte Fischer sichtlich bewegt.

Nahtlos knüpfte die Sportliche Leiterin Melanie Hagemann-Mohr an und ließ die vergangene Session noch einmal eindrucksvoll Revue passieren. In einer emotionalen Rede beschwor sie den besonderen Teamgeist, der das Tanzkorps in der abgelaufenen Saison zu ungeahnten Höhen getragen habe. Noch nie zuvor habe man so viele Qualifikationen und Platzierungen erreicht – und das in allen Altersklassen und Disziplinen. Die Krönung: herausragende Erfolge bei der Deutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende.

Mit tosendem Applaus würdigten die Anwesenden den 3. Platz der Aktivengarde, den Deutschen Vizemeistertitel mit Höchstwertung für Tanzmariechen Juli Marie Greßler sowie den sensationellen Deutschen Meistertitel der Gemischten Garde. Momente, die unter die Haut gingen und den Stolz auf das Erreichte in jedem Winkel des Raumes spürbar machten.

In lockerer Atmosphäre bei kühlen Getränken und einem Imbisswagen wurde anschließend gefeiert, gelacht und erinnert. Viele gute Gespräche prägten den Abend – ebenso wie Dankbarkeit und Wertschätzung für das Engagement vieler Einzelner.

Ein besonderer Dank galt Andrea Bertels, die bei den Junioren vom Trainer- in den Betreuerstab wechselt und so dem Verein weiterhin aktiv verbunden bleibt. Emotional wurde es beim Abschied von Janina Bücker, die nach beeindruckenden 27 Jahren Husarentreue ihr Traineramt bei der Jugend niederlegt. Susanne Fischer fand ergreifende Worte für ihr außergewöhnliches Engagement, bevor sie unter tosendem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt wurde – ein Moment, der vielen sichtbar naheging.

Der Abend klang schließlich in bester Partystimmung aus – getragen von der Vorfreude auf die kommende Session und dem sicheren Gefühl: Dieses besondere Husaren-Feeling lässt sich nicht erklären, man muss es erleben. Ein Gefühl, das den Erfolg dieses Vereins seit Jahren prägt – und auch in Zukunft tragen wird.


Gänsehaut pur in Köln: Rote Husaren Neuenkirchen holen 3. Platz, Deutschen Vizemeiser  – und Deutschen Meistertitel mit den Ü15-Jährigen 

Weibliche Garde Dritter

Tanzmariechen Juli Marie Greßler Deutsche Vizemeisterin

Gemischte Garde Deutscher Meister

Es sind Momente, die bleiben. Momente, in denen tausende Menschen gleichzeitig für die Dauer eines Tanzes den Atem anhalten – und Sekunden nachdem die sieben Juroren ihre Wertung abgegeben haben, eine ganze Arena explodiert. Genau solche Augenblicke prägten den zweiten Wettkampftag der 53. Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport des Bund Deutscher Karneval in der gewaltigen Lanxess Arena in Köln.

13.500 begeisterte Fans aus allen Teilen Deutschlands hatten die Arena bis auf den allerletzten Platz gefüllt und verwandelten sie in einen Hexenkessel aus Jubel, Trommeln und Fahnen. Hier trafen sich die Besten der Besten der deutschen Tanzszene – jene Formationen und Solisten, die sich über monatelanges intensives Training für den finalen Showdown empfohlen und sich in harten Ausscheidungsturnieren qualifiziert hatten. Wenn auf „der Deutschen“ dann die Musik einsetzt, liegt Spannung in der Luft. Jeder Schritt muss sitzen, jede Drehung perfekt sein, jede Hebung punktgenau. Ein Wimpernschlag entscheidet zwischen Jubel und verpasstem Siegerpodest.

 

Und mittendrin: das Ausnahme-Tanzkorps Rote Husaren Neuenkirchen. Mit Qualifikanten aus allen drei Altersklassen, von Klein bis Groß, galten die Husaren aus dem Münsterland schon vor den Auftritten als einer der erfolgreichsten Vereine Deutschlands. Mit mehreren Bussen für Aktive, Trainer und Betreuer, aber auch mehr als 200 Fans und Schlachtenbummler, feierten sie das Highlight in Deutschlands größter Event-Arena emotional, begeistert und in vollen Zügen. Wie hoch dies alles einzuschätzen ist, verrät die Tatsache, dass der gesamte Verein im Ehrenamt und Amateurbereich ohne Zuschüsse und Entlohnung, aus eigenen Kräften agiert – Respekt!

Schon am Samstag hatten Jugend und Junioren mit starken Leistungen und tollen Erfolgen überzeugt – wir berichteten. Am Sonntag aber gingen die Aktiven der Altersklasse Ü15 aufs Ganze und es gelang ihnen, noch ein Schippchen draufzulegen.

Den Auftakt machten die beiden Tanzpaare des Vereins. Celina Höne & Justus Averbeck präsentierten eine harmonische Kür voller Gefühl und Präzision. Ihr Zusammenspiel wirkte sehr abgestimmt, Schrittfolgen und Hebungen verschmolzen zu einer eleganten Einheit und wurden belohnt mit Platz 10  im hochklassigen Starterfeld.

Ihre Teamkollegen Finja Raußen & Louis Krömer überzeugten mit beeindruckender Sicherheit und scheinbarer Leichtigkeit bei anspruchsvollen Hebungen. Kraft, Vertrauen und Timing passten perfekt zusammen und führten das Paar zu Platz 7..

Ein echtes Aushängeschild des Vereins ist seit Jahren die Aktivengarde. Als amtierender Lokal-, Westfalen- und Norddeutscher Meister ging die Formation mit großen Erwartungen an den Start. Ausdrucksstark und mit einer Choreografie am maximalen Schwierigkeitsgrad wirbelten die Tänzerinnen über die Bühne. Minimale Ungenauigkeiten ließen die Neuenkirchenerinnen nicht an die beiden Spitzengarden aus dem Süden herankommen. Dennoch beeindruckte die Performance und katapultierte die Garde auf Platz 3.

Große Hoffnungen ruhten auch auf der Gemischten Garde, die im Laufe der Saison einen sagenhaften Leistungsschub hingelegt hatte und als Norddeutscher Meister nach Köln gereist war. Hochkonzentriert präsentierte die Formation ihre Darbietung, bei der das Zusammenspiel aus Formationselementen, Paar- und Einzelaktionen perfekt ineinander griff. Die Konkurrenz aus Süddeutschland hatte punktetechnisch enorm hoch vorgelegt. Doch die Nerven der Husaren-Garde hielten:  Die Jury honorierte diese starke Leistung mit Platz 1 und dem Deutschen Meistertitel.

Dass die Roten Husaren in der Elite des deutschen Tanzsports angesiedelt sind, unterstrich auch ein weiteres Detail: Gleich drei Tanzmariechen des Vereins standen im Starterfeld – ein eindrucksvolles Zeichen der außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit des Neuenkirchener Vereins.

Emily Emilia Ritz überzeugte mit toller Bühnenpräsenz und einem sicheren Auftritt – am Ende bedeutete das Platz 15. Ein besonders emotionaler Moment folgte mit dem Auftritt von Luana Kristin Greßler. Die sympathische Sportlerin verabschiedete sich nach vielen Jahren mit einem kraftvollen, temporeichen Tanz aus dem Turniergeschehen. Für ihren letzten Auftritt war ihr der Jubel der vielen mitgereisten Fans sicher. Die Jury belohnte ihren Auftritt mit Platz 8  – ein würdiger Abschied unter dem tosenden Applaus der Arena.

Ganz nach vorne katapultierte sich schließlich Juli Marie Greßler. Mit einer sagenhaften Darbietung aus anspruchsvollsten Schwierigkeiten, schnellen Schrittkombinationen, spektakulären Drehungen und einem strahlenden Lächeln begeisterte sie Publikum und Wertungsrichter gleichermaßen – und wurde mit Platz 2 und dem Deutschen Vizemeistertitel belohnt.

Auch Nikolai Behrens wusste als Tanzmajor zu überzeugen. Mit Dynamik, Präzision und beeindruckender Athletik präsentierte er seine Kür und sicherte sich Platz 10.

Den Schlusspunkt eines langen, intensiven Wettkampftages setzten die Roten Husaren schließlich im Schautanz. Mit ihrer aktuellen Choreografie „Der wachsende Plastikberg“ verband die Formation actionreiche Tanzsport-Elemente mit einer eindrucksvollen Botschaft und sicherte sich den 13. Platz.

Als spät am Abend die letzten Wertungen verkündet waren und sich die Arena langsam leerte, begann für die Aktiven und Fans aus Neuenkirchen bereits der nächste emotionale Höhepunkt: die Heimfahrt.

In den Fan- und Aktivenbussen wurde gesungen, gelacht und gefeiert – ein Triumphzug der Gefühle nach einem Wochenende voller Höchstleistungen.

Mehr als berechtigt stolz durfte Neuenkirchen sein. Bürgermeister Willi Brüning war extra als Zuschauer nach Köln gereist und war Augenzeuge des Triumphs geworden.

Das Ausnahme-Tanzkorps der Roten Husaren hat einmal mehr eine beeindruckende Visitenkarte für seine Heimatgemeinde abgegeben – auf der größten Bühne des karnevalistischen Tanzsports in Deutschland.

Das-siegreiche-Ue15-Team

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